Die Krone einer Uhr dient als Hauptmittel, um die Zeit genau einzustellen. Wenn man sie in die erste Stellung herauszieht, bewegt das Drehen die Stunden- und Minutenzeiger. Ein weiteres Herausziehen aktiviert die sogenannte Sekundenstoppfunktion („hacking seconds“), bei der sowohl die Unruh als auch der Sekundenzeiger während der Einstellung angehalten werden. Eine exakte Synchronisierung bis auf die Sekunde ist in bestimmten Bereichen wie der Flugzeitmessung, der Laborarbeit oder der Abstimmung mit hochpräzisen Atomuhren – beispielsweise solchen des NIST oder von GPS-Satelliten – von großer Bedeutung. Diese Anwendungen erfordern eine Uhrwerkspräzision, die maximal eine Sekunde Abweichung zulässt – nach oben oder unten. Fehlt diese Sekundenstoppfunktion, kommt es bei manueller Einstellung häufig zu Abweichungen von mehreren Sekunden, was in Situationen, in denen jeder Takt zählt, zu Problemen führen kann.
Das Drehen der Krone im Uhrzeigersinn bei mechanischen Uhren spannt die Hauptfeder, die als einzige Energiequelle für diese Zeitmesser dient. Wenn die Uhr vollständig aufgezogen ist, reicht die Gangdauer der meisten modernen Uhrwerke zwischen 40 und 50 Stunden, bevor ein erneutes Aufziehen erforderlich ist. Ein konstantes Aufziehen der Uhr trägt dazu bei, eine gleichmäßige Energieversorgung aufrechtzuerhalten, was bedeutet, dass die Ganggenauigkeit weniger schwankt. Bei unzureichendem Aufziehen kann die Uhr täglich zwischen 10 und 20 Sekunden nachgehen. Wenn jemand zu wenig aufzieht, arbeitet der Hemmungsmechanismus weniger effizient. Umgekehrt kann jedoch übermäßiges Aufziehen interne Komponenten der Uhr beschädigen – beispielsweise durch Bruch der Hauptfeder oder Verformung des Barrels, in dem sie aufbewahrt wird. Bei Uhren, die selten getragen werden, verhindert regelmäßiges Aufziehen, dass das Schmieröl im Inneren der Uhr umherläuft und dick oder klumpig wird, was langfristig die Synchronisation der winzigen Zahnräder beeinträchtigen würde. Im Allgemeinen genügen etwa 30 bis 40 gleichmäßige Drehungen, um die meisten Uhren ordnungsgemäß aufzuziehen.
Multifunktionale Uhren nutzen diskrete Kronenpositionen, um Komplikationen ohne dedizierte Drücker zu steuern. Bei Standard-Systemen mit drei Positionen:
Die Art und Weise, wie diese Komponenten angeordnet sind, trägt dazu bei, mechanische Probleme zu vermeiden – was insbesondere beim Einstellen des Datums von großer Bedeutung ist. Wenn jemand versucht, die Datumeinstellung irgendwann zwischen 21 Uhr abends und 3 Uhr morgens vorzunehmen, während sich das Datumsrad gerade tatsächlich weiterdreht, kann dies zu erheblichen Schäden an den Zahnrädern innerhalb des Kalendermechanismus führen. Bei einigen hochwertigen Chronographen werden bestimmte Funktionen tatsächlich diesen kleinen Druckknöpfen an der Gehäuseseite zugewiesen; doch unabhängig vom Uhrentyp – ob es sich um elegante Modelle, robuste Felduhren oder anspruchsvolle professionelle Instrumente handelt – ist stets die Hauptkrone zur korrekten Einstellung des Kalenders erforderlich. Uhrmacher wissen dies aus langjähriger Erfahrung.
Schraubdeckel-Kronen verfügen über besonders präzise Gewinde, die beim Anziehen die internen O-Ringe gegen das Kronenrohr pressen und so eine zuverlässige wasserdichte Dichtung erzeugen. Das Design ermöglicht tatsächlich eine Wasserdichtigkeit von über 200 Metern – dies ist die Anforderung, die die meisten professionellen Taucheruhren erfüllen müssen, um den ISO-6425-Standard zu erfüllen. Druck-Zug-Kronen funktionieren dagegen anders. Bei Schraubdeckel-Kronen müssen Taucher diese vor jeder Einstellung sorgfältig abschrauben und danach unbedingt wieder fest verschrauben. Dieser Vorgang lässt sich nicht beschleunigen. Eine aktuelle Studie des Horologischen Instituts aus dem Jahr 2023 zeigte ebenfalls interessante Ergebnisse: Uhren mit gut gewarteten Schraubdeckel-Kronen wiesen rund 70–75 % weniger Probleme mit Wassereindringen auf als Uhren mit Druck-Zug-Kronen. Daher ist verständlich, warum anspruchsvolle Taucher sie bevorzugen.
Die Form der Krone folgt ihrer Funktion:
Die ergonomische Eignung ist situationsabhängig: Eingesenkte Kronen überzeugen in formellen oder Büro-Umgebungen; Zwiebelkronen dominieren bei technischen Anwendungen, die taktile Sicherheit und schnelle Justierung erfordern.
Die Langzeitbeständigkeit von Uhrenkrönchen hängt von mehreren ineinandergreifenden Schichten ab, nicht allein vom Krönchen selbst. Die Hauptdichtung wird durch O-Ringe aus Materialien wie Nitrilkautschuk oder Fluorsilikon gebildet, die zwischen dem Krönchen und dessen Gehäuserohr zusammengedrückt werden. Zusätzliche Dichtungen an der Rückseite des Gehäuses oder im mittleren Bereich tragen ebenfalls dazu bei, Wasser auszuschließen. Was diese Systeme langfristig funktionsfähig hält, ist vor allem die präzise Fertigung des Krönchenstifts. Enge Fertigungstoleranzen, glatte Oberflächen sowie spezielle Metalle wie Edelstahl 316L oder Titan sorgen dafür, dass die erforderliche Druckkraft auf die O-Ringe auch nach Tausenden von Drehzyklen erhalten bleibt. Hochwertige Uhren können ihre Wasserdichtigkeitsklasse von über 100 Metern zehn Jahre oder länger beibehalten, sofern sie alle drei bis fünf Jahre einer regelmäßigen Wartung unterzogen werden. Auch die verwendeten Materialien spielen hier eine große Rolle: Polymere, die UV-Strahlung widerstehen, zerfallen nicht bei Kontakt mit Schweiß oder Salzwasser; härtere Metalllegierungen verhindern das Abnutzen der Gewinde beim wiederholten Anziehen und Lösen.
Die Gewohnheiten des Nutzers beeinflussen maßgeblich die Lebensdauer der Krone und die Gesamtzuverlässigkeit der Uhr:
Diese Praktiken bewahren sowohl die Wasserbeständigkeit als auch die mechanische Genauigkeit – sie verwandeln die alltägliche Handhabung in eine bewusste, verantwortungsvolle Pflege.
Die Krone dient in erster Linie zum Einstellen von Uhrzeit und Datum, zum Aufziehen der Uhr sowie zur Steuerung von Zusatzfunktionen (Komplikationen). Sie kann zudem zur Aktivierung oder Deaktivierung der Sekundenstoppfunktion („hacking seconds“) verwendet werden, um präzise Zeitjustierungen vorzunehmen.
Wichtige Kronentypen sind verschraubte Kronen, Drück- und Zugkronen, eingelassene Kronen und Zwiebelkronen. Jeder Typ erfüllt unterschiedliche Zwecke, etwa die Verbesserung der Wasserbeständigkeit, ein ausgewogenes Griffgefühl oder eine einfache Bedienbarkeit.
Eine Datumeinstellung während dieser Stunden kann die inneren Zahnräder des Kalendermechanismus beschädigen, da das Datumsrad gerade im Übergang befindlich ist.
Entfernen Sie die Krone stets vollständig, bevor Sie Einstellungen vornehmen, und stellen Sie danach sicher, dass sie fest – aber nicht mit Gewalt – wieder angezogen wird, um die Wasserdichtheit zu gewährleisten.